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»Ein großartiges Buch! Fabelhaft! Ein unglaubliches Buch!«
Elke Heidenreich in Lesen! 19. Januar 2007
»Sie konstruierte eine düstere Geschichte, so düster und packend, dass sie nun mit dem Deutschen Krimipreis 2007 ausgezeichnet wurde. Die 44 Jahre alte Andrea Maria Schenkel hat sich mit ihrem Debüt-Roman ›Tannöd‹ auf ein Niveau geschrieben, das dem früherer Preisträger wie Wolf Haas entspricht. Wie Haas in seinen Brenner-Krimis hat sie eine neue Erzählform gefunden: Tannöd ist zusammengesetzt aus Schilderungen von Zeugen, wobei einer dieser Erzähler der Mörder sein muss.«
Süddeutsche Zeitung, 17. Januar 2007
»Eine gewisse ›Fremdheit im eigenen Leben‹ ist es wohl, die Schenkel einen Blick ›auf das Dunkle in den Figuren‹ ermöglicht. Nichts entgeht ihren wachen grünen Augen. So präzise fallen ihre Milieuschilderungen aus, dass sie ihr Romanpersonal gezielt verfremden muss, ›damit sich der Franz aus der Nachbarschaft nicht wieder erkennt‹. Sie schafft eine Distanz, die ihre Sprache und Szenerie vor der Banalität heimattümelnder Regionalkrimis bewahrt.«
Bettina Musall, Der Spiegel, 8. Januar 2007
» A. Neumann: Ein genialer Erzähleinfall.
D. Kügow: Ein geniales Buch.
A. Neumann: Ein spannendes, düsteres, unheimliches Buch. Unser Rezensent wünscht sich:
A. Ammer: Gebt mir Worte zu schwärmen!
D. Kügow: Ein Meisterwerk?
A. Ammer: Ja.
A. Neumann: Ein Geniestück?
A. Ammer: Auch das.
D. Kügow: Herr Rezensent, wir kennen Sie nicht wieder.
A. Ammer: Und nur 11 Millimeter dick! Sagenhaft!
A.Neumann: Wir fassen zusammen: ›Tannöd‹ von Andrea Maria Schenkel ist bislang der dünnste und klügste Krimi des Jahres! Passt in jede Jeanstasche.
A. Ammer: Und gehört auch in jede hinein.«
Krimikolumne von Andreas Ammer,
im Büchermagazin »Diwan« auf Bayern2Radio, 4. Februar 2006
»Tannöd ist ein sehr individuelles, eigenständiges Buch. Es beweist einmal mehr, dass die allmählich wieder aufkeimende deutsche Kirmi-Landschaft eher von Solitären als von Trends geprägt wird. Und das ist gut so.«
Thomas Wörtche, Freitag, 3. Februar 2006
»Andrea Maria Schenkels Roman, der auf einem wahren Fall beruht, ist eine aufregende Entdeckung. Beste, spannende Kriminalliteratur.«
Volker Albers, Hamburger Abendblatt, 18./19. Februar 2006
»Alle, der Bauer, die Bäuerin, die alte Bäuerin, die Magd und die Kinder, sind erschlagen. Selten ist lakonischer auf die Einsicht hingeschrieben worden, dass es ›keinen Gott gibt auf dieser Welt‹, als in diesem kleinen, großartigen Krimidebüt.«
Tobias Gohlis, Die Zeit, 2. März 2006
»Andrea Maria Schenkel gibt in ihrem vorzüglichen Debüt, inspirert von einem Fall aus den 20er Jahren, keine Urteile ab. Sie fragt, sie beobachtet, sie erzählt, genau, präzise, ungemein dicht. Ein böser Heimatroman, ein abgründiger Krimi.«
Bielefelder, März 2006
»›Tannöd‹ changiert zwischen Erzählung und Bericht, zwischen Chronik und Alptraum, zwischen Kriminalstück und Gesellschaftsportrait. Letztlich erzählt dieser kleine, wohl konstruierte, sprachlich perfekt reduzierte Kriminalroman, wie Weltabgewandtheit, Bigotterie und blinder Paternalismus Charaktere verformen, Lebenswege bestimmen – und wie sie letztlich diejenigen, die ihnen ausgesetzt sind, zwangsläufig ins Unglück führen. Das hat man in der einen oder anderen Form zwar durchaus schon öfter gelesen; ›Tannöd‹ steht in bester Tradition kritischer alpenländischer Heimatliteratur. Trotzdem birgt dieses Buch eine ganz besodere Aktualität: Es belegt die Alpträume, die falsch verstandener fundamentalchristlicher Glauben, wie man ihn überall in Bayern findet, verursachen kann. Und damit setzt Andreas Maria Schenkel einen Akzent – gegen blinden Glauben, für klares Denken.«
Ulrich Noller, Funkhaus Europa, ARTE, 13. Februar 2006
»Wie hier eine Welt aus einem Verbrechen und dem Reden darüber entsteht, ist das eigentlich Spannende an dieser Geschichte, die für ein Debüt mehr als gelungen ist. So beginnt der Rezensent gerne die Durchsicht der diesjährigen Krimiproduktion.«
www.hinternet.de, Watching the detectives-Krimikolumne, Februar 2006
»Selten erlebt man einen Krimi im ländlichen Milieu als so gelungen. Der Autorin ist mit ›Tannöd‹ ein mehr als beachtliches Debüt gelungen! - Kriminalprosa mit seltener Wucht.«
Krimi-Datenbank der Hammett-Krimibuchhandlung, 31. Januar 2006
»Ein Roman, der an die Grenzen des Genres geht und an die Nieren. (...) Andrea Maria Schenkel gelingt es auf ganz unspektakuläre und dadurch umso eindringlichere und glaubwürdige Weise, die Atmosphäre jener Jahre und dieser ganz eigenen Welt mit ihren auch ganz eigenen Geheimnissen und Gesetzen zu schildern. (...) Andrea Maria Schenkel hat ein klasse Debüt abgeliefert, das den mächteigen Schatten eines vergleichbaren Buches wie Truman Capotes ›Kaltblütig‹ nicht zu scheuen braucht.«
Martin Gaiser, Radio Free FM
»Kurzum: Ein lesenswertes Kleinod deutscher Krimiunterhaltung, das hinter seinem schmalen Buchrücken eine erstaunliche Tiefe und Schwärze offenbart.«
Buchwurm Info.de, 27.3.06
»Dieser Roman lässt seinen Leser nicht unberührt. Er wird zeitweise dazu angereizt, das Buch mit Abscheu vor einer brillant beschriebenen Wirklichkeit angeekelt weit von sich zu weisen um es dann, von Neugier gepackt, weiter zu verschlingen. Der Blick in die Nachkriegswelt lässt einen erschaudern. Ja, so war das damals, sehe ich älter Mitbürger nicken, in Erinnerung an Einquartierungen und französische und polnische Fremdarbeiter auf dem Lande.
Andrea Maria Schenkel legt mit ihrem Debüt nicht nur einen dramatischen, literarische reizvollen Kriminalroman vor. Sie zeichnet schonungslos und eindrücklich das Porträt einer bigotten und ganz und gar nicht idyllischen dörflichen Gemeinschaft mit einem traumatischen Beziehungsgeflecht, das schließlich zum Mord führt.«
Monika Hermeling, Die Berliner Literaturkritik, 23.3.06 |
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